Damen Stiefeletten – die vielseitigen Knöchelschmeichler

29.10.2014 14:32 | Tips & Infos

Einst geächtet als unschöne Bedeckung der weiblichen Knöchel, heute aus keinem Schuhgeschäft mehr wegzudenken – Damen Stiefeletten haben eine wechselvolle Entwicklung hinter sich. Mit ihrem Erscheinen in den 1930er Jahren war nicht abzusehen, dass sie einmal eine derart große Erfolgsgeschichte schreiben würden.

Wir zeigen Ihnen, was die kleine Schwester des Stiefels im Laufe der Modegeschichte durchgemacht hat und in welcher Kombination sie besonders schick wirkt.

Charakteristisch: Knapp über dem Knöchel ist Schluss

Die Stiefelette ist eine Mischform aus Pumps und Boots, also hochhackigen Schuhen und Stiefeln. Vom Stiefel unterscheiden sie sich durch die niedrigere Schafthöhe, die in der Regel nur leicht über den Knöchel reicht. Der Absatz ist keine Pflicht, es gibt also auch Damen Stiefeletten mit einer komplett flachen Sohle. Als synonyme Bezeichnungen sind auch „Ankle Boots“ oder „Booties“ mittlerweile recht weit verbreitet.

Vom geächteten Modell zum Fashion Highlight

Vorläufer der Stiefelette sind bereits für das Mittelalter nachweisbar, zumindest, wenn man sich nur auf das Stiefeletten-Hauptmerkmal, also die Schaftendung über dem Knöchel, beschränkt. Die „Erfindung“ geht auf einen Arbeitsschuh zurück, der eine Mischung aus Stiefel und Halbschuh darstellte. Lange Stiefel konnte sich damals aufgrund des teuren Leders nicht jeder leisten, also blieb nur die „abgespeckte“ Variante.

Mit dem niedrigen Stiefel des Mittelalters hat die heutige Stiefelette kaum noch etwas gemein. Im Gegensatz zum Arbeitsschuh steht weniger der Zweck als vielmehr die modische Erscheinungsform im Mittelpunkt. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Stiefelette daher stark gewandelt und an den jeweiligen Trend angepasst.

Ins Zentrum der Damenmode rückten die Stiefeletten erst in den 1930er Jahren und sorgten sogleich für negatives Aufsehen. Grund: Im Gegensatz zum Halbschuh verdeckte die Stiefelette den schönen Damenknöchel – eine unverzeihliche Modesünde für die Vorstellungen jener Zeit. Dieses Image haftete den Schuhen lange an. Erst in den 80er Jahren wandelte sich diese Einstellung – die Stiefelette machte sich auf, den gesamten Modemarkt zu erobern.

Eine Grundform, unendlich viele Variationen

Bei der heutigen Vielfalt an Stiefeletten ist es kaum noch vorstellbar, dass dieser Schuh einmal als Modesünde abgelehnt wurde. Allein die Materialauswahl- und Farbauswahl ist überwältigend, von den verschiedenen Absatzausformungen ganz abgesehen. Eines haben die Modelle jedoch gemein: Sie betonen den schlanken Fuß und bewirken mit einem Absatz optisch eine leichte Streckung der Beine. 

Mittlerweile hat sich die Stiefelette zum „Ganzjahres Schuh“ entwickelt und wird im Sommer ebenso gerne getragen wie im Winter. Das liegt einerseits an der speziellen Schafthöhe, andererseits an zahlreichen Möglichkeiten, die Schuhe zu kombinieren.

Stiefeletten sind Alleskönner – zu Jeans machen Sie ebenso einen guten Eindruck wie zu Kleidern oder Röcken verschiedener Längen, auch wenn die Kombination aus Stiefelette und Rock den klassischen Regeln der Mode widerspricht. Lediglich bei weiten Hosen sollten Sie auf die Stiefelchen verzichten. Hier kann sich der Effekt, das Bein zu strecken und damit schlanker zu wirken, nicht richtig entfalten.

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