Vom Lederlappen zur erotischen Corsage

30.06.2014 12:44

Unterwäsche im Wandel der Zeit

 
Schon unsere Vorfahren trugen vor vielen Tausenden Jahren einen knappen Lendenschutz, um ihre sensiblen Körperregionen vor äußeren Einflüssen zu schützen. Von den Ägyptern über die Brustbinden der Griechen bis zu den Römern mit ihrem Subligaculum als Unterhosentuch war diese Wäsche auch schon immer ein Statussymbol. 
 
Doch für eine lange Zeit trugen weder Männer noch Frauen etwas unter ihrer Oberbekleidung. Die moderne Unterhose wurde sogar erst im 19. Jahrhundert erfunden und in größeren Mengen für die preußische Armee gefertigt. Erst in dieser Zeit änderte sich nicht nur das modische Verständnis, sondern nun wurden vor allen Dingen auch hygienische und gesundheitliche Aspekte zunehmend berücksichtigt. Doch bis dahin galt es einen weiten Weg zu gehen.
 
Die lange Geschichte des Korsetts
 
Bereits im 16. Jahrhundert trugen Frauen diese steifen Mieder, auch als Schnürbrust, Schnürlein oder Leibstück bezeichnet. Wurde die Brust anfänglich noch flach gedrückt, ging man bald dazu über, sie nach oben zu schnüren. Da jedoch auch schon junge Mädchen angehalten waren, ein Korsett zu tragen, erhoben sich schnell auch medizinische Bedenken bezüglich des ständigen Tragens. Gewarnt wurde vor einer Veränderung des Knochenbaus sowie der Verschiebung der inneren Organe.
 
Denn wie die Namensherkunft schon verrät (frz. Corps = Körper) ist ein Korsett ein besonders figurbetontes Kleidungsstück. Doch abgesehen davon, waren die eng geschnürten Stücke vor allem auch Statussymbol. Die Kleidung symbolisierte so sehr wie nichts anderes die Herkunft und den sozialen Stand ihrer Trägerin. Stabilisierendes Material dieser Corsagen war Fischbein.
 
Besonders im 17. Jahrhundert zu Zeiten des Barock erhielt die Brust ein wenig mehr Platz zur vollen Entfaltung. Und auch die Stäbe, die aus Holz oder Metall bestanden und zur Verstärkung in das Korsett integriert waren, ließen sich bei Bedarf herausnehmen. Die Korsetts, die sich im 18. Jahrhundert auch die einfacheren weniger wohlhabenderen Menschen leisten konnten, waren selbstverständlich vorn zu schnüren, da ihnen einen ankleidende Hilfe nicht zur Verfügung stand.
 
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es das moderne Korsett in seiner uns bekannten Gestalt. Es formte die Haltung von Frauen wie Männern und verlieh ihnen einen anmutigen Auftritt. Doch besonders die wachsende Frauenbewegung wandte sich mit Nachdruck gegen das Einschnüren des weiblichen Körpers.
 
Die moderne Frau hat die Wahl
 
Waren in den vergangenen Jahrhunderten noch modische Zwänge und die frühe Erziehung und Ruhigstellung der Kinder durch Einengung die vorherrschenden Gründe für das Tragen einer Corsage, hat sich dies im Laufe des 20. Jahrhunderts komplett verändert. Nun trat die erotische Komponente in den Vordergrund. 
 
Jede Frau, die ihren Körper in ein Korsett kleidet, wird merken wie sehr sie ihre Weiblichkeit betonen und ihre Haltung verändern kann. Reizende Dessous sind heutzutage zum Glück kein gesellschaftlicher Zwang mehr, sondern eine freiwillige Freude für jeden Träger und Betrachter.
 
 

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